Muster industriebaurichtlinie 2019 hessen

Birgit Pauli-Haack  

Der Industrieplatz Hessen (IPH) will Hessen bis 2030 zu einer der modernsten Industrieregionen Europas entwickeln. Hessen hat kein ausgeprägtes Industrieprofil und ist mit wenigen Ausnahmen nicht Sitz großer Industrieunternehmen. Hessen hat Stärken in einzelnen Industriefeldern und Branchen mit zahlreichen Mitarbeitern. Die Industriezweige können nicht ohne weiteres mit einer Gesamtleistung präsentiert werden, aber die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den Sektoren und den Kompetenzen schafft Mehrwert sowie ein ganzheitliches Angebot. Deshalb setzt Hessen auf eine intelligente Vernetzung und Vernetzung der Branchen, um die Region in der modernen Industrie zu einer Spitzenposition zu bringen. In der Region gibt es zahlreiche Initiativen, die sich auf intelligente Vernetzung konzentrieren. Dazu gehören: die Initiative Gesundheitsindustrie Hessen (IGH), House of Pharma & Healthcare (HoPH), House of Logistics and Mobility (HOLM), House of Energy (HoE), Institut für dezentrale Energietechnik (IdE) sowie eine Fraunhofer-geführte Projektgruppe für recycelbare Materialien und Ressourcenstrategie (IWKS). Neben dem LOEWE-Programm betreibt der Innovationsfonds Hessen acht weitere Förderprojekte, mit denen sie Innovationen vor allem in der Elektromobilität und Logistik fördern und in innovationlich investieren. Innovationen im Bereich der Energietechnologien und deren Verbreitung durch Information und Qualifizierung werden nach der Richtlinie des Landes Hessen über staatliche Beihilfen nach dem Hessischen Energiegesetz vom 2. Dezember 2015 gefördert.

Die Technische Universität Darmstadt mit ihrem Kompetenzzentrum Industrie 4.0 (Mittelstand 4.0) ist Teil der förderlichen Priorität “Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Sie ist der wichtigste Ansprechpartner für hessische Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren wollen. Das Zentrum für industrielle Produktivität (CiP) ist ein innovatives Bildungszentrum, das im Mai 2007 ins Leben gerufen wurde und die wichtigsten Methoden zur Gestaltung effizienter Produktionsprozesse vermittelt. Das ETA-Fabric (Energieeffizienz Technologie- und Anwendungszentrum) strebt eine energieeffiziente, energieflexible und ressourceneffiziente Industrielle Produktion in Zukunft in vier Forschungsbereichen an, die den Energieverbrauch von Maschinen in Produktions-, Energie- und Versorgungssystemen, Energiesimulationen sowie Energie 4.0 – Überwachung & Steuerung angehen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Region Hessen Frankfurt-Darmstadt mit dem Titel “Digital Hub” ausgezeichnet. Die Region wurde als herausragende Drehscheibe für die digitale Transformation der Wirtschaft ausgezeichnet. Nach der Verleihung des Titels FinTech Digital Hub im Jahr 2016 folgte die Stadt Darmstadt im April 2017 als Cyber Security Hub und schuf damit einen Doppel-Hub im Rhein-Main-Gebiet. Die Digital Hub Initiative der Bundesregierung will den Austausch zwischen Start-ups, reifen Unternehmen und wissenschaftlichen Forschern fördern, um digitale Innovationen zu fördern. Die Stadt Darmstadt hat im Juni 2017 in einem bundesweiten Wettbewerb des Verbandes der IT-Industrie “Bitkom” gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund den Titel “Digitale Stadt” gewonnen.